Das Buch “Sprache ohne Worte” richtet sich an Experten und interessiere Laien, aber besonders an Betroffene von Traumata, die mehr über die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche verstehen möchten. Obwohl das Buch stellenweise sehr fachlich geschrieben und vielleicht für Laien schwer zu verstehen ist, wechseln sich diese Stellen mit Erfahrungsberichten aus Levines persönlichen Leben und den Erfahrungen seiner Patienten ab, die mich das eine oder andere Mal staunend zurückgelassen oder zutiefst berührt haben.

Nach Peter Levine ist ein Trauma-Erlebnis kein rein psychisches Phänomen, sondern passiert auch oder sogar hauptsächlich im Körper. Ein Trauma geht folglich mit starken körperlichen Empfindung einher, die jedoch nicht ausreichend verarbeitet bzw. losgelassen werden können. Dies führt dazu, dass Betroffene Traumata im sogenannten impliziten Körpergedächtnis speichern und bei bestimmten Triggern wiedererleben können. Für die Behandlung ist es folglich unabdingbar die “wortlose Sprache” des Körpers zu verstehen und in die Therapie mit einzubeziehen.

Zu Beginn des Buches erzählt Levine von seinem eigenen Schock-Trauma als er von einem Auto angefahren wird und um sein Überleben kämpfen muss. Seine eigenen Erfahrungen dienen Levine später als Ansatzpunkt für die Entwicklung seiner körperorientierten “Somatic Experience” Therapie, die im Buch ausführlich und mit praktischen Beispielen beschrieben wird.

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