Die Selbsterforschung ist ein lebenslanger Prozess, und ich empfehle, sie so gründlich und lange wie möglich und in vielen verschiedenen Lebensstadien durchzuführen.“

Irvin D. Yalom, Psychoanalytiker

Irvin D. Yalom, noch nie gehört? Dann wird es Zeit, wenn du dich für Psychologie und Psychotherapie interessierst.

Der inzwischen 87-jährige amerikanische Psychiater und psychologische Psychotherapeut gilt als einer der bekanntesten Psychoanalytiker der USA. Zudem hat er sich einen Namen als Schriftsteller gemacht und bekannte Werke wie „Der Panama-Hut“, „Die rote Couch“ oder „Das Spinoza-Problem“ geschrieben. In seinen Memoaren erzählt Yalom seine Geschichte, angefangen von seiner Kindheit in einer russisch-jüdischen Einwanderungsfamilie in den USA bis hin zu seiner immer noch großen Angst vor dem Tod.

Es ist besonders interessant zu erfahren wie ein so bekannter Psychotherapeut, der so viele Menschen behandelt hat, selbst von sich denkt. Yalom gibt dabei offen zu Fehler gemacht und Mitmenschen verletzt zu haben. Mit dem Alter sieht er so manche Beziehung in einem anderen Licht und auch seine Träume geben Aufschluss über die Gefühle seiner engsten Mitmenschen. Dabei spricht er auch von der Beziehung zu seinen Eltern und der Versöhnung, für die es manchmal zu spät sein kann. Immer wieder streut Yalom Patientengeschichten ein, die faszinieren und auch seine Leidenschaft für die Form der Gruppentherapie erklären.

Ein interessantes, ehrliches und nachdenkliches Buch. Kann ich nur empfehlen!

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