Im Buch “Mit Ärger und Wut umgehen” aus dem Hogrefe Verlag wird die „Akzeptanz- und Commitment-Therapie“ (ACT) vorgestellt, die als relativ neue Methode, verhaltenstherapeutische Techniken durch Strategien zu Akzeptanz und Achtsamkeit ergänzt.

In Bezug auf Ärger und Wut spielt die Akzeptanz bei der ACT eine entscheidende Rolle, die in 4 Schritten erlernt werden kann:
1. “Ärger zugestehen”
Wenn du merkst wie Ärger und Wut in dir aufsteigen, versuche diese erstmal bewusst wahrzunehmen: „Da ist er, der Ärger“. Nur, wenn wir unsere Gefühle wahrnehmen und nicht verleugnen, können wir uns damit befassen.
2. “Situation so akzeptieren, wie sie ist”
Danach ist es wichtig die Situation so zu akzeptieren wie sie ist. Dabei hilft es seinem Gehirn beim Denken zuzuhören und sich so zu distanzieren. „Ich habe gerade den Gedanken, dass die ganze Welt gegen mich ist“, „Da ist ein Gefühl von …“
3. “Werturteile erkennen”
Nun geht es darum zu erkunden welche wunden Punkte bei dir getroffen wurden sind. Oft fungieren Ärger und Wut wie eine schwere Ritterrüstung, um uns vor anderen Gefühlen zu schützen. In der Psychologie wird Ärger auch als sekundäre Emotion bezeichnet. Was versuchst du zu schützen oder zu verteidigen? Kränkungen? Schuldgefühle? Hilf- oder Wertlosigkeit? Tagebuchschreiben oder Therapie helfen die primären Emotionen zu ergründen.
4. “Mitfühlend reagieren” 
Wenn dir deine verletzten Gefühle klar geworden sind, gilt es diese nun mitfühlend anzunehmen. Meine Wut wird z.B. fast immer durch Kränkungen ausgelöst. Eine Wunde, die noch aus meiner Kindheit stammt und im Alltag viel zu schnell wieder aufgeht. Mit dem Wissen kann ich meine Wut annehmen und mich erstmal um mich selbst kümmern, anstatt meine Aufmerksamkeit auf “die anderen” zu richten.

Im Buch „Mit Ärger und Wut umgehen“ wird die ACT Methode, zusammen mit vielen Praxisübungen für zu Hause genauer beschrieben.

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