Das ist überhaupt das Hinterhältige. Es klappt richtig gut, den Alltag zu meistern. Man fühlt sich zwar in schöner Regelmäßigkeit wie ein Stück Dreck, aber zumindest wie fruchtbarer, nützlicher Dreck. Dass sich da längst ungesunde Entwicklungen breit machen, realisiert man erst, wenn es zu spät ist.

Uwe Hauck, Depressionen abzugeben, S. 17

Uwe Hauk schreibt sehr anschaulich und humorvoll über seinen Aufenthalt in der „Klapse“ und lässt den Leser an seinem Klinikalltag, inklusive Maltherapie, Korbflechten und Ausdruckstänzen, teilhaben. Dabei nimmt er die üblichen Klischees auf die Schippe und zeigt ein ganz anderes Bild von der Psychiatrie. Genau wie wir ins Krankenhaus gehen, wenn wir uns das Bein gebrochen haben, ist eben auch bei seelischen Verletzungen manchmal intensivere Hilfe nötig. Dort sind auch Menschen wie du und ich!

Ich habe das Buch schon oft weiterempfohlen und die Rückmeldung bekommen, dass es besonders Angehörigen hilft das Leid ihres Partners oder guten Freunden zu verstehen.

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